Implantologie
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Implantologie 20 (2012), Nr. 4     12. Dez. 2012
Implantologie 20 (2012), Nr. 4  (12.12.2012)

Seite 455-465


Antibiotika in der Zahnarztpraxis
Prophylaxe und Therapie
Al-Nawas, Bilal / Karbach, Julia
Die Antibiotikatherapie und -prophylaxe stellen häufige Fragestellungen in der zahnärztlichen Praxis dar. Erschwerend ergibt sich, dass im Rahmen elektiver Eingriffe, z.B. in der Implantologie, die Erwartungshaltung von Arzt und Patient an den operativen Erfolg sehr hoch ist. Sicherlich auch durch den in den letzten Jahren steigenden Antibiotikaeinsatz finden sich für die wesentlichen Substanzen zunehmend resistente Bakterienstämme. Es sollte uns bewusst sein, dass in der ambulanten Zahnmedizin keine systematischen Daten zur Resistenzsituation (Surveillance) vorliegen. Bezüglich der Empfindlichkeit, als auch der therapeutischen Breite, gelten Basispenicilline (Penicillin, Amoxicillin) als Substanzen der ersten Wahl, gefolgt von Clindamycin an zweiter Stelle. Letzteres ist bezüglich der gastrointestinalen Nebenwirkungen führend. Für Probiotika liegen gute Daten vor, sodass eine gewisse Prophylaxe der antibiotikaassoziierten Diarrhö möglich sein kann. Im Rahmen der Endokarditisprophylaxe wird die Effektivität und Effizienz der bisherigen Konzepte hinterfragt und hat zu einem Umdenken und einer Evolution der bisherigen Leitlinien geführt. Die Frage der Prophylaxe bei Gelenkendoprothesen wird zwar noch kontrovers diskutiert, es häufen sich jedoch kritische Stimmen, die den Wert einer Prophylaxe infrage stellen. Für die zentrale Frage der Antibiotikaprophylaxe bei Implantatinsertion hingegen verdichten sich die Daten, die für eine Antibiotikaprophylaxe auch bei gesunden Patienten sprechen.

Schlagwörter: Antibiotika, Prophylaxe, Endokarditis, Gelenkersatz, Implantate
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