Implantologie
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Implantologie 21 (2013), Nr. 3     16. Sep. 2013
Implantologie 21 (2013), Nr. 3  (16.09.2013)

Seite 321-328


Evaluation der Ästhetik durch unterschiedliche Fachdisziplinen mittels Pink Esthetic Score
Hartmann, Amely / Seiler, Marcus / Oeschey, Peter / Dreyling, Mathias / Heinig, Nina / Beuer, Florian
Ziel dieser Studie war die Langzeitevaluation von augmentativen Techniken in der ästhetischen Zone, die täglich in einer Privatpraxis angewandt werden. Untersucht wurden die Spezialisierung der Behandler und der daraus resultierende Einfluss auf die Beurteilung der Situation. Anhand bestimmter Kriterien wurden Patienten, welche zwischen 2003 und 2007 eine Implantattherapie in Zusammenhang mit einer Augmentation erhalten hatten, gescreent. Die Implantate sollten innerhalb der ästhetischen Zone inseriert worden sein und nur natürliche Zähne als Nachbarzähne aufweisen. Die Implantationen standen allesamt in Zusammenhang mit augmentativen Maßnahmen. Bei 15 Patienten wurden 18 inserierte Implantate im Zuge eines Follow-ups fotografiert. Diese Fotografien wurden von fünf Untersuchergruppen bestehend aus je fünf Personen (Kieferorthopäden, Oralchirurgen, Prothetiker, Allgemeinzahnärzte und zahnmedizinische Laien) unter Verwendung des Pink Esthetic Scores (PES) gemäß Fürhauser et al.1 beurteilt. Die statistische Analyse beinhaltete den Vergleich der fünf Gruppen hinsichtlich ihres ästhetischen Empfindens mindestens fünf Jahre nach Implantation im Hinblick auf die Interrater Reliabilität sowie den Vergleich des Langzeiterfolgs verschiedener Augmentationstechniken. Zwischen den Zahnärzten und Nichtzahnärzten wurde genauso wie zwischen den Kieferorthopäden und Oralchirurgen kein statistisch signifikanter Unterschied bei der Bewertung festgestellt. Die Prothetiker beurteilten die Ästhetik des periimplantären Weichgewebes signifikant schlechter als die anderen Untersucher. Von den sieben PES-Kriterien erhielt die Farbe des periimplantären Weichgewebes die schlechteste Bewertung (der Median aller Untersucher außer der Nichtzahnmediziner lag bei 1). Am besten wurde das Level des Weichgeweberands und die Kontur des Weichgewebes beurteilt. Unabhängig von den angewandten augmentativen Maßnahmen konnten äquivalente ästhetische Ergebnisse erzielt werden. Die Implantate zeigten, wie in vorangegangenen Studien ohne Augmentationen, stabile Langzeitergebnisse. Der PES kann Veränderungen des Weichgewebes aufzeigen und damit helfen, das ästhetische Ergebnis unterschiedlicher chirurgischer Vorgehensweisen zu eruieren.

Schlagwörter: Augmentation, Pink Esthetic Score, Ästhetische Zone, Implantation, Gewebemanagement
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