Implantologie
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Implantologie 25 (2017), Nr. 4     30. Nov. 2017
Implantologie 23 (2015), Nr. 3  (19.10.2015)

Seite 273-285


Aktuelle Behandlungsstrategien bei periimplantären Erkrankungen
Antimikrobielle photodynamische Therapie nach dem HELBO-Verfahren
Neugebauer, Jörg / Kistler, Frank / Kistler, Steffen / Vizethum, Freimut / Scheer, Martin
Aufgrund der mikrobiologischen Belastung stellen periimplantäre Erkrankungen immer noch eine Herausforderung für jeden implantologisch tätigen Zahnarzt dar. Für ein effektives Biofilm-Management hat sich die antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT) als alternatives adjuvantes non-invasives Verfahren zu den klassischen Strategien mit der Anwendung von Antibiotika und Bioziden etabliert. Besonders an der avitalen, nicht vaskularisierten, kontaminierten Implantatoberfläche ermöglicht die Inkubation des Photosensitizers eine Durchdringung des Biofilms und somit eine letale Lipidoxidation der Zellwände der Bakterien durch die Laserbestrahlung. Dieses minimalinvasive Dekontaminationsverfahren erfolgt mit einem niedrigenergiewirksamen Laser und kann sowohl zur Prävention als auch zur Therapie der initialen und ausgeprägten Periimplantitis angewendet werden. Bei der rekonstruktiven Periimplantitistherapie konnten die stabilsten Ergebnisse bei der Kombination von aPDT und einer Defektaugmentation mit autologen Knochenspänen beobachtet werden. Neben der antimikrobiellen Wirkung erfolgt auch ein photobiologischer Effekt, sodass die Wundheilung nach dem chirurgischen Eingriff unterstützt wird.

Schlagwörter: Periimplantitis, physikochemische Desinfektion, Low-Level-Laser-Therapie, bakterielle Resistenzen, Prävention, Defektaugmentation
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