Implantologie
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Implantologie 25 (2017), Nr. 2     29. Juni 2017
Implantologie 25 (2017), Nr. 2  (29.06.2017)

Seite 209-218


Sedierungsverfahren in der zahnärztlichen Implantologie
Eine Übersicht
Hartmann, Amely / Schmohl, Jörg / Welte-Jzyk, Claudia / Daubländer, Monika
Die Sedierung für zahnärztliche Behandlungsmaßnahmen ist ein Verfahren, das den Patienten eine Distanzierung von der Behandlung sowie eine Anxiolyse ermöglicht. Gemäß der American Society of Anesthesiologists (ASA) ist die in diesem Fall angestrebte minimale oder moderate Sedierung ein pharmakologisch induzierter Zustand, in dem Patienten normal auf verbale und/oder taktile Kommandos reagieren können. Obwohl die kognitive Funktion und die Koordinationsfähigkeit eingeschränkt sind, bleiben die respiratorischen und kardiovaskulären Funktionen unbeeinträchtigt. Studien beschreiben die Sedierung in diesem Zusammenhang als eine effektive und sichere Möglichkeit, angst- und stressbedingte Reaktionen von Patienten zu reduzieren. Jedoch ist bei der Literaturanalyse zu beachten, dass die Studien variable Definitionen einer Sedierung in Zusammenhang mit Implantationen liefern und einen geringen Evidenzgrad aufweisen. Unterschiedliche Medikamente, Dosierungen und Untersuchungsparameter sowie die fehlende nähere Beschreibung des jeweiligen implantologischen Eingriffs verhindern eine Vergleichbarkeit. Voraussetzung für die Durchführung einer Sedierung ist eine gewissenhafte Indikationsstellung, Titration der Substanzen, sichere Dosierung und, wenn notwendig, ein adäquates Komplikationsmanagement. Rechtlich müssen eine profunde Aufklärung, Dokumentation und Einhaltung der Entlassungskriterien vorliegen.

Schlagwörter: Sedierung, Implantation, Midazolam, Propofol, Risiken, ASA-Klassifikation
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