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Implantologie
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Implantologie 15 (2007), Nr. 1     15. Mär. 2007
Implantologie 15 (2007), Nr. 1  (15.03.2007)

Seite 9-28


Wirksamkeit verschiedener Augmentationsmethoden im Hinblick auf Dentalimplantate
Eine systematische Übersichtsarbeit (Cochrane) zu randomisierten kontrollierten klinischen Studien
Esposito, Marco / Grusovin, Maria Gabriella / Coulthard, Paul / Worthington, Helen V.
Folgende Fragestellungen standen zur Debatte: a) Sind Knochenaugmentationen notwendig, und wenn ja wann? b) Welche Augmentationsmethoden sind bei bestimmten klinischen Befunden am wirksamsten? Die gefundenen Studien wurden in drei Gruppen gegliedert: 1. ausgedehnte vertikale und/oder horizontale Augmentationen, 2. Implantationen in Extraktionsalveolen und 3. periimplantäre Fenestrationen. Die Literatur wurde umfassend hinsichtlich randomisierter kontrollierter klinischer Studien zu verschiedenen Techniken und Materialien zur Knochenaugmentation für Implantatbehandlungen durchsucht. Die Ergebnisse mussten mindestens bis zum Befestigen der Sekundärteile dokumentiert sein. Die Suche war nicht auf bestimmte Sprachen beschränkt. Die letzte elektronische Recherche wurde am 01.10.2005 durchgeführt. Von 30 potenziellen Studien konnten 13 Studien zu insgesamt 332 Patienten aufgenommen werden. Sechs davon behandelten vertikale und/oder horizontale Augmentationsmethoden. Im Rahmen von vier Studien wurden Augmentationsmethoden für Sofortimplantate und im Rahmen von drei Studien Behandlungstechniken bei periimplantären Fenestrationen beurteilt. Es wurde geschlussfolgert, dass im stark resorbierten Unterkiefer ausgedehnte Augmentationen möglicherweise nicht gerechtfertigt sind. Bei Sinuslifteingriffen in stark atrophierten Kieferhöhlen könnten sich Knochenersatzmaterialien statt autologem Material bewähren. Mit der gesteuerten Knochenregeneration oder der Distraktionsosteogenese lässt sich Knochen vertikal augmentieren. Es ist aber unklar, welche der beiden Methoden wirksamer ist. Unklar ist auch, ob Augmentationen bei isolierten Sofortimplantaten, die in frische Extraktionsalveolen eingesetzt werden, notwendig sind. Allerdings konnte gezeigt werden, dass der Gingivasaum bei Einsatz einer Membran und Bio-Oss höher lag als bei Einsatz einer Membran ohne Bio-Oss. Bei periimplantären Fenestrationen konnte mit nichtresorbierbaren Membranen mehr Knochen regeneriert werden als ohne Membranen, wobei der hierdurch erzielte Nutzen für den Patienten unklar ist. Bone Morphogenetic Proteins können die Knochenbildung im Bereich von periimplantären Bio-Oss-Augmentaten verstärken. Keine zuverlässigen Hinweise gibt es im Zusammenhang mit Implantatbehandlungen auf die Wirksamkeit anderer Substanzen, wie thrombozytenreichem Plasma.

Schlagwörter: Dentalimplantate, Knochenaugmentation, Knochenersatzmaterialien, Knochentransplantate, randomisierte kontrollierte klinische Studie
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