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Implantologie
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Implantologie 15 (2007), Nr. 4     21. Dez. 2007
Implantologie 15 (2007), Nr. 4  (21.12.2007)

Seite 383-396


Osseointegration und klinischer Erfolg von dentalen Implantaten aus Zirkonoxidkeramik
Eine systematische Literaturübersicht
Wenz, Hans-Jürgen / Bartsch, Johannes / Wolfart, Stefan / Kern, Matthias
In den letzten Jahren sind verschiedene vollkeramische Implantatsysteme aus Yttrium-stabilisiertem Zirkonoxid (Y-TZP) kommerziell verfügbar geworden. Der klinische Erfolg von dentalen Y-TZP-Implantaten und die Fragestellung, ob die Osseointegration von Y-TZP vergleichbar mit der des Standardimplantatmaterials Titan ist, wurde im Rahmen dieser Übersichtsarbeit durch eine systematische Literaturrecherche untersucht. Die Internet-Datenbank medpilot wurde kumulativ nach den Schlüsselwörtern "zircon* und dent* und implant" sowie nach "zircon* und osseointegration" durchsucht. Die letzte elektronische Suche erfolgte am 31. Januar 2007. Danach wurden die Literaturlisten der gefundenen Artikel im Hinblick auf weitere relevante Publikationen durchsucht. Zusätzlich wurde ein Brief an die fünf identifizierten Hersteller von Zirkonoxidimplantaten gesendet und nach verfügbaren Publikationen aus begutachteten Zeitschriften gefragt. Ingesamt wurden bei der elektronischen Suche 96 Artikel gefunden. In Bezug auf klinischen Erfolg oder Osseointegration konnten keine kontrollierten klinischen Studien ermittelt werden; klinische Ergebnisse beschränkten sich auf Fallvorstellungen und Fallserien. Lediglich sieben Tierversuchsstudien erfüllten die Einschlusskriterien. In diesen wurde die Osseointegration nach Einheilzeiten zwischen vier Wochen und 24 Monaten, in unterschiedlichen Tiermodellen und Implantatlokalisationen sowie unter verschiedenen Belastungsbedingungen beurteilt. Der Wert des mittleren Knochen-Implantat-Kontakts lag in fast allen experimentellen Gruppen über 60 %, wobei in Studien, in denen Titanimplantate als Kontrollgruppe verwendet wurden, die Y-TZP-Implantate vergleichbar oder sogar besser abschnitten. Es kann geschlussfolgert werden, dass Oberflächenmodifikationen der Y-TZP-Implantate zu einer verbesserten Einheilung und einem höheren Widerstand gegen Ausdrehkräfte beitragen können. Y-TZP-Implantate haben das Potenzial, eine Alternative zu Titanimplantaten zu werden. Sie können derzeit aber nicht für die routinemäßige klinische Anwendung empfohlen werden, da noch keine klinischen Daten aus kontrollierten Studien vorliegen.

Schlagwörter: Implantat, Zirkonoxid*, Y-TZP, Osseointegration, Übersichtsarbeit
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