Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen und für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK, ich habe verstanden
Implantologie
Login:
Benutzername:

Kennwort:

Plattform:

Kennwort vergessen?

Registrieren

Implantologie 20 (2012), Nr. 1     4. Apr. 2012
Implantologie 20 (2012), Nr. 1  (04.04.2012)

Seite 77-83


Präfabrizierte Teleskop-Pfosten in funktioneller Sofortbelastung
Ein Therapiekonzept für den zahnlosen Unterkiefer
Romanos, George E. / May, Steffan / May, Dittmar
Dieser Beitrag zeigt die Untersuchung eines neuen Behandlungskonzepts mit vier Implantaten in der Unterkieferfront, die über präfabrizierte Teleskop-Pfosten mit herausnehmbaren Prothesen sofortbelastet wurden. Neben der Beschreibung der Technik wurden auch Langzeitresultate präsentiert. Es handelte sich hier um eine retrospektive Studie mit 122 Patienten (mittleres Alter: 65,2 ± 9,8 Jahre). 488 Implantate wurden mindestens 1 Jahr lang klinisch und radiologisch nachuntersucht. 84 Implantate wurden in frische Extraktionsalveolen inseriert und bei der jeweiligen prothetischen Versorgung mit Implantaten in ausgeheilten Knochenregionen kombiniert. Alle Implantate wurden 2 mm unterhalb der Alveolarkammgrenze inseriert (beruhend auf der vorliegenden Dokumentation und gemessen vom fazialen Knochenwand). Unmittelbar nach dem Eingriff wurden konfektionierte konische Abutments mit einem definierten Anzugsmoment von 15 Ncm auf den Implantaten befestigt. Darauf kamen passende präfabrizierte Sekundärkappen. Die Totalprothese wurde im Mund der Patienten mit Kunststoff (Methylmethacrylat) unterfüttert. Im Rahmen der Sofortbelastung sollte die Prothese 10 Tage in situ bleiben, um so eine Mobilisation der Implantate zu verhindern. Nach durchschnittlich 79 ± 29,8 (17−129) Monaten waren lediglich 8 Implantate als Misserfolg zu verbuchen. An 21 Implantaten (4,3 %) zeigte sich zum Insertionszeitpunkt > 2 mm Knochenverlust am Alveolarkamm relativ zur Implantatposition. Die Misserfolgsquote über die gesamte Beobachtungsdauer betrug somit 5,94 %, die Erfolgsquote für die beurteilten Implantate 94,06 %. Die Patienten waren mit der Stabilität ihrer Prothese zufrieden; Probleme mit dem Zahnersatz oder periimplantären Gewebereaktionen waren nicht zu verzeichnen. Die beschriebenen, auf Implantaten über Teleskope in Sofortbelastung eingegliederten Prothesen scheinen für zahnlose Patienten eine gangbare prothetische Alternative darzustellen, die eine langfristige Erhaltung der Implantatstabilität ermöglicht.

Schlagwörter: Dentalimplantat, Prothese, Teleskopgeschiebe
Volltext (keine Berechtigung) einzeln als PDF kaufen (20.00 €)