Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
Implantologie
Login:
Benutzername:

Kennwort:

Plattform:

Kennwort vergessen?

Registrieren

Implantologie 23 (2015), Nr. 2     29. Juni 2015
Implantologie 23 (2015), Nr. 2  (29.06.2015)

Seite 197-206


Perioskopische Nachuntersuchung zementierter implantatgetragener Kronen und Brücken
Eine prospektive Studie
Knauthe, Sophie
Einleitung: Das Zementieren von Suprakonstruktionen auf Implantaten birgt die Gefahr von verbleibenden Zementüberschüssen. Diese können Auslöser einer Perimukositis bzw. Periimplantitis sein. Mithilfe eines Perioskops wurden Implantate im Anschluss an ihre prothetische Versorgung unter 24- bis 48-facher Vergrößerung auf Zementreste nachuntersucht.
Material und Methoden: Bei 25 Patienten mit 31 Implantaten, welche mit zementierten Einzelzahnkronen (Phosphatzement) und einspannigen Brücken versorgt wurden, erfolgten 16,8 ± 12,9 Tage nach der Zementierung perioskopische Nachuntersuchungen. Die Konstruktionsränder der Implantatversorgungen lagen dabei ausschließlich subgingival. An 6 Punkten (mesiobukkal, bukkal, distobukkal, mesiooral, oral, distooral) wurden Sondierungstiefe (ST), Sondierungsbluten (BOP), Tiefe des subgingival gelagerten Konstruktionsrands und das Vorhandensein von Zementresten (ZR) bestimmt.
Ergebnisse: Bei 60,0 % der Patienten, 51,6 % der Implantate und 17,7 % der Implantatflächen wurden ZR gefunden. Der größte Teil der ZR lag distooral (30,3 %) und distobukkal (24,2 %). Alle anderen Flächen waren auch betroffen (9,1 % bis 12,1 %). Ein positives BOP bei vorhandenem ZR wurde nur in 54,5 % nachgewiesen. Die mittlere ST betrug 3,1 mm ± 1,2 mm, bei vorhandenem ZR lag die durchschnittliche ST bei 3,5 mm ± 1,3 mm. Im Durchschnitt befand sich der Konstruktionsrand der prothetischen Arbeit 1,2 mm (± 0,8 mm) unter dem Gingivarand. Kronenränder, bei denen ZR gefunden wurden, lagen 1,7 mm ± 0,99 mm subgingival und waren damit signifikant (p ≥ 0,05) tiefer gelegen, als Kronenränder ohne ZR (1,13 mm ± 0,73 mm).
Schlussfolgerung: Bei der Zementierung von implantatgetragenen Kronen und Brücken verbleiben häufig ZR. Der BOP scheint nach 16,8 ± 12,9 Tagen kein zuverlässiges diagnostisches Mittel zur Identifikation eines möglichen ZR zu sein. Für den Verbleib von ZR sind Bereiche des periimplantären Gewebes mit erhöhter ST prädisponiert. Tief subgingival liegende Kronenränder bergen ein signifikant höheres Risiko (p ≥ 0,05) für verbleibende ZR als weniger tief liegende Kronenränder. Die Methode der Perioskopie ist geeignet, ZR aufzufinden und deren Entfernung zu unterstützen.

Schlagwörter: Implantate, implantatgetragene Restaurationen, Periimplantitis, Perioskop, Zementreste, Zinkphosphatzement
Volltext (keine Berechtigung) einzeln als PDF kaufen (20.00 €)Endnote-Export