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Implantologie
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Implantologie 23 (2015), Nr. 3     19. Okt. 2015
Implantologie 23 (2015), Nr. 3  (19.10.2015)

Seite 297-302


Dekontamination an Titanimplantaten
John, Gordon / Mihatovic, Ilja
Küretten, gleich welchen Werkstoffs, weisen nur eine ungenügende Effektivität bei der Beseitigung von Biofilmen auf rauen Implantatoberflächen auf. Ihr alleiniger Einsatz ohne entsprechende Adjuvantien sollte hinterfragt werden. Metallküretten sollten aufgrund der Erzeugung von Oberflächenartefakten an Titanimplantaten nicht eingesetzt werden. Ultraschallsysteme sind im Vergleich am wenigsten wissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Aufgrund der relativ hohen Restbiofilmanteile und der Problematik bezüglich der erzeugten Oberflächenartefakte beziehungsweise der Abriebproblematik sollten diese zumindest an Titanoberflächen nicht eingesetzt werden. Pulverstrahlgeräte und Dentallaser entfernen Biofilme sehr effektiv und können sowohl in der nicht-chirurgischen Therapie als auch in der chirurgischen Therapie eingesetzt werden. Allerdings ist ihre Wirkungsweise in schmalen klinischen Defekten und an schraubenförmigen Implantaten eingeschränkt. Den besten Kompromiss liefert hier der Er:YAG-Laser mit einer Spitze, die eine seitliche Lichtemission ermöglicht. Titanbürsten erlauben ebenfalls eine sehr effektive Biofilmentfernung, sind allerdings lediglich ihm Rahmen offener chirurgischer Vorgehen anwendbar. Bürsten mit radiär angeordneten Borsten können sehr gut zur Dekontamination von rauen Implantatoberflächen vor augmentativen Verfahren eingesetzt werden. Bürsten mit axial angeordneten Borsten, ebenso wie die Durchführung einer Implantatplastik, sind Mittel der Wahl bei resektiven Verfahren. Hierbei ist eine Oberflächenbehandlung mit axialen Bürsten, welche bauartbedingt eher für kleinere Defekte geeignet sind, substanzschonender im Vergleich zu einer Imlantatplastik.

Schlagwörter: Dekontamination, Biofilm, Küretten, Ultraschallsysteme, Pulverstrahlgeräte, Titanbürsten, Implantatplastik, Dentallaser
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