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Implantologie
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Implantologie 23 (2015), Nr. 3     19. Okt. 2015
Implantologie 23 (2015), Nr. 3  (19.10.2015)

Seite 313-338


Systemische Erkrankungen und Behandlungen als Risiken für die Implantattherapie
Mit Update 2015
Bornstein, Michael M. / Cionca, Norbert / Mombelli, Andrea
Ziel: Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob Systemerkrankungen mit/ohne systemische Medikation das Risiko für Implantatmisserfolge erhöhen und dadurch die Erfolgs- und Überlebensraten von Implantaten reduzieren. Material und Methoden: Es erfolgte eine MEDLINE-Suche nach Human studien zum Implantatüberleben bei mit osseointegrierten Implantaten behandelten Patienten, bei denen mindestens eine von 12 definierten Systemerkrankungen diagnostiziert worden war. Ergebnisse: Zu den meisten Erkrankungen fanden sich keine Studien, die Patienten mit und ohne Erkrankung in einem kontrollierten Studiendesign verglichen. Für die Mehrzahl der Systemerkrankungen liegen lediglich Fallberichte oder Fallserien vor, die zeigen, dass die Implantatsetzung, -integration und -funktion bei betroffenen Patienten möglich ist. Im Fall von Diabetes mellitus schloss die Heterogenität des Materials und der Methoden der Datenpräsentation eine formale Metaanalyse aus. Es zeichnete sich keine eindeutige Tendenz für höhere Misserfolgsraten bei Diabetespatienten ab. Auch die Daten aus Artikeln zu Osteoporosepatienten erwiesen sich als heterogen. Die Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Osteoporose und Implantatmisserfolg war gering. Allerdings richten einige Studien ihren Fokus inzwischen auf die Medikation bei Osteoporosepatienten, wobei eher perorale Bisphosphonate als potenzieller Risikofaktor für eine Kieferosteonekrose infrage kommen, als dass Osteoporose per se als ein Risikofaktor für Implantaterfolg und -überleben betrachtet wird. Schlussfolgerungen: Das Evidenzniveau bezüglich absoluter und relativer Kontraindikationen einer Implantattherapie aufgrund von Systemerkrankungen ist gering. Kontrollierte Vergleichsstudien an Patienten mit und ohne die jeweilige Erkrankung sind selten. Als Update 2015 gilt es festzuhalten, dass besonders für Patienten unter Therapie mit antiresorptiven Medikamenten (Bisphosphonate, monoklonale Antikörper) dringend prospektive kontrollierte Studien zur Risikoeinschätzung einer geplanten Implantattherapie benötigt werden.

Schlagwörter: Bisphosphonate, antiresorptive Medikamente, Diabetes, Implantatmisserfolg, Osseointegration, Osteoporose, Systemerkrankung
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