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Implantologie
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Implantologie 24 (2016), Nr. 2     30. Juni 2016
Implantologie 24 (2016), Nr. 2  (30.06.2016)

Seite 157-167


Das Poller-Teleskop als Attachment für implantatgestützte Deckprothesen
Niedermeier, Wilhelm
Das Poller-Teleskop wird seit mehr als 15 Jahren zur Lagerung von implantatgestützten Freiendprothesen herangezogen. Nach einer ersten Studie, die über 3-Jahreserfahrungen der Anwendung des Poller-Teleskops an einem Patientengut von 28 Personen berichtete, wurde dieses Attachment in 4 zahnärztlichen Praxen an 125 Patienten mit 46 Poller-Teleskopprothesen im Ober- und 121 im Unterkiefer prospektiv untersucht. Es wurden nahezu ausschließlich 2 Implantate im zahnlosen Kiefer zur Lagerung des Zahnersatzes herangezogen. Die Verbindungselemente wurden wie in der Pilotstudie beschrieben hergestellt. Die Patienten folgten einem jährlichen Recall über mittlerweile 12 Jahre, bei dem periimplantäre Befunde, Materialveränderungen sowie funktionelle und ästhetische Merkmale festgehalten wurden. Zum Vergleich wurden Befunde bei gleichartigen, implantatgestützten steg- und kugelkopfgelagerten Prothesen über einen Zeitraum von 5 Jahren aufgenommen. Die durchgeführte, zensierte Ereignis-Zeit-Analyse lässt bei Poller-Teleskopen im Oberkiefer nach 10 Jahren kumulativ einen Implantatverlust von 13,3 %, im Unterkiefer einen signifikant (p = 0,003) geringeren Verlust von 6,3 % erkennen. Nach 5 Jahren lag bei Poller-Prothesen im Unterkiefer eine Implantatverlustrate von 2,3 % vor, die gegenüber Stegprothesen mit 8,7 % (p = 0,002) und Kugelkopfprothesen mit 26,3 % (p < 0,001) signifikant verringert ist. Auch die periimplantären Befunde an Schleimhaut und Knochen sowie der Plaque-Index lassen bei der Verwendung von Poller-Teleskopen eindeutig günstigere Werte erkennen, womit die Art des Verbindungselements als Variationsmerkmal erscheint (ANOVA, a = 0,05). Die Qualität des Matrizenwerkstoffs Molloplast B® blieb über Jahre hinweg erhalten. Nach 5 Jahren Gebrauch waren im Oberkiefer nur 5,9 % der Sekundärteile erneuerungsbedürftig, im Unterkiefer 14,7 %. Dem gegenüber mussten Kugelkopfmatrizen zum gleichen Zeitpunkt in 63 % der Fälle und z. T. wiederholt erneuert werden. Andere Reparaturen am Zahnersatz traten bei Poller-Teleskopprothesen deutlich weniger häufig auf als bei Steg- und Kugelkopfprothesen. Die subjektive Einschätzung von Funktion, Halt, Kosmetik, Phonetik und Geschmack lag bei Poller-Teleskopprothesen über den gesamten Beobachtungszeitraum bei 80 bis 90 VAS% und war bei Stegprothesen auffällig (72 %), bei Kugelkopfprothesen signifikant (60 %) ungünstiger.

Schlagwörter: Teleskopprothese, Poller-Teleskop, Stegprothese, Kugelkopf-Attachment, Implantate, implantatgestützter Zahnersatz, Freiendprothese, Periimplant, Attachment, dauerelastischer Kunststoff
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