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Implantologie
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Implantologie 26 (2018), Nr. 2     29. Juni 2018
Implantologie 26 (2018), Nr. 2  (29.06.2018)

Seite 169-176


Präprothetische Chirurgie und Implantologie bei Lippen-Kiefer-Gaumenspaltfehlbildungen
Herausforderungen und Probleme in komplexen Situationen
Nkenke, Emeka
Ist die Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspaltfehlbildungen nicht interdisziplinär angelegt, so sind Probleme in Bezug auf Schlucken, Sprechen, Hören und Kauen zu erwarten. Insbesondere kann in solchen Fällen eine hohe Prävalenz von Parodontalerkrankungen auftreten. Mögliche Folgen sind die Teilbezahnung oder auch die vollständige Zahnlosigkeit im Oberkiefer. Die kaufunktionelle Rehabilitation der betroffenen Patienten ist komplex. Es werden umfangreiche augmentative Maßnahmen wie die Sinusbodenaugmentation, das Anheben des Nasenbodens und die Kieferspaltosteoplastik notwendig. Dennoch erfolgt die Implantatinsertion - wenn möglich - simultan. Auch die Präfabrikation mikrovaskulär reanastomosierter Transplantate kann erwogen werden. In solchen Fällen beinhaltet der erste Schritt z.B. die Implantatinsertion in die Fibula und die Prälaminierung der Knochenoberfläche mit einem Spalthauttransplantat als späterer Mukosaersatz. Nach einer Einheilzeit von einigen Wochen wird das Transplantat in den Oberkiefer eingesetzt, wobei gleichzeitig die Implantate freigelegt werden. Eine provisorische Versorgung kann direkt im Anschluss erfolgen. Insgesamt zeigt sich, dass die Versorgung teil- und unbezahnter Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspaltfehlbildungen reproduzierbar gelingt, jedoch ein hoher chirurgischer und prothetischer Aufwand betrieben werden muss.

Schlagwörter: Kieferspaltosteoplastik, Nasenbodenelevation, Sinusbodenelevation, Lappenpräfabrikation, mikrovaskular reanastomosiertes Transplantat
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