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Implantologie
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Implantologie 27 (2019), Nr. 3     11. Okt. 2019
Implantologie 27 (2019), Nr. 3  (11.10.2019)

Seite 251-262


Sofortimplantation in Molarenextraktionsalveolen mit autologer Defektaugmentation
Nölken, Robert / Pausch, Tobias / Ly, Thu-My / Schiegnitz, Eik / Al Nawas, Bilal / Wagner, Wilfried
Ein voluminöseres Implantatdesign könnte die Kongruenz zwischen einer Molarenextraktionsalveole und einem Zahnimplantat verbessern und neben einer verbesserten Primärstabilität auch zu einer geringeren orobukkalen Knochenresorption führen. Ziel dieser retrospektiven, monozentrischen Kohortenstudie war daher, die klinische Anwendbarkeit von Implantanten des Typs Astra Tech Implant System (ATIS) OsseoSpeed™ EV 5,4 S als Sofortimplantat in Molarenextraktionsalveolen in einem Nachuntersuchungszeitraum von ein bis vier Jahren zu prüfen. Material und Methoden: Bei 58 Patienten wurden 65 Implantate als Sofortimplantat in das Zentrum einer Molarenextraktionsalveole inseriert. Die periimplantären Defekte wurden simultan mit autologen Knochenspänen vom Unterkieferwinkel augmentiert. Alle Implantate wurden mit Healingabutments für eine transgingivale offene Einheilung versorgt. Nach drei Monaten Einheilung erfolgte die definitive Versorgung. Primäres Erfolgskriterium war das Implantatüberleben, als sekundäre Kriterien wurden das marginale Knochenniveau, die orobukkale Breite des Alveolarkamms, die periimplantären Sondierungstiefen und der Implantaterfolg beurteilt. Ergebnisse: Fünf Patienten mit 6 Implantaten erschienen nicht zur Implantatkontrolle (drop-out). Die verbliebenen 59 Implantate bei 53 Patienten (28 Männer, 25 Frauen, Durchschnittsalter 53,5 Jahre) wurden durchschnittlich 24 Monate nachuntersucht. Kein Implantat ging verloren. Das approximale Knochenniveau regenerierte von −6,6 mm unterhalb des Implantatschulterniveaus bis auf das Schulterniveau bei der letzten Nachuntersuchung. Die orobukkale Breite des Alveolarkamms veränderte sich von 10,6 mm auf 9,8 mm (-7,5%) auf dem Niveau 1 mm apikal der Implantatschulter, von 11,2 mm auf 10,9 mm (2,7 %) auf 3 mm und von 12,3 mm auf 11,8 mm (-4,1 %) auf 6 mm. Vier Implantate zeigten einen approximalen Knochenverlust von mehr als 1 mm unterhalb des Schulterniveaus oder Sondierungstiefen von mehr als 5 mm. Rauchen, unzureichende Mundhygiene und parodontale Vorerkrankung erhöhten das Risiko für die Implantatversorgung. Zusammenfassung: Die klinischen und radiologischen Ergebnisse belegen, dass ein breiteres Implantatdesign den marginal Knochen zirkulär erhalten kann und in der Lage ist, das Ausmaß der orobukkalen Resorption zu reduzieren, wenn es als Sofortimplantat in Molarenextraktionsalveolen inseriert wird.

Schlagwörter: Sofortimplantation, Molarenextraktionsalveole, großer Implantatdurchmesser, marginales Knochenniveau, Alveolarkammbreite, Alveolarkammerhalt
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