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Implantologie
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Implantologie 28 (2020), Nr. 2     1. Juli 2020
Implantologie 28 (2020), Nr. 2  (01.07.2020)

Seite 129-143


Chirurgische Periimplantitistherapie
Skora, Philipp / Jepsen, Karin
Ungefähr ein Fünftel aller Implantatpatienten leiden unter einer Periimplantitis. Im Rahmen einer systematischen Behandlung ist die nichtchirurgische Therapie nur eingeschränkt wirksam. In den meisten Fällen ist daher eine chirurgische Periimplantitistherapie erforderlich. Auf diese Weise ist ein direkter Zugang zur Dekontamination infizierter Implantatoberflächen gewährleistet. Das Entzündungsgewebe kann besser beseitigt werden und möglicherweise kann eine Reosseointegration erreicht werden. Mithilfe der neuen Klassifikation werden Behandlungsziele definiert, damit verschiedene Therapieverfahren besser miteinander verglichen werden können. Die effektivste chirurgische Behandlungsmethode lässt sich derzeit aus der Literatur noch nicht ableiten. Je nach knöcherner Defektkonfiguration und Position des Implantats kommen entweder nichtaugmentative/resektive Verfahren oder knochen- und weichgewebeaugmentative Verfahren sowie Kombinationen infrage. Ein Entscheidungsdiagramm mit Empfehlungen zur Auswahl der adäquaten chirurgischen Therapie wird vorgestellt. Insgesamt ist zu empfehlen, die Behandlungsmethode von der Schwere der Erkrankung, dem Regenerationspotential des periimplantären Defekts sowie den ästhetischen Erwartungen des Patienten abhängig zu machen. Darüber hinaus sollte der Patient aufgeklärt sein, dass es nicht immer möglich ist, erkrankte Implantate durch eine chirurgische Therapie zu erhalten. Generell sollten Implantatpatienten, insbesondere nach einer Periimplantitistherapie, unbedingt in ein individuelles unterstützendes Erhaltungsprogramm aufgenommen werden.

Schlagwörter: Periimplantitis, chirurgische Indikationen, Dekontamination, intraossäre Defektkonfiguration, resektive Verfahren, Augmentation, Weichgewebeoptimierung
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